Chronik Altenbrak Wetter 2012 Wärmerekord auf den Brocken Von Jens Schmidt it einem Mittel von fast 10 Grad war das Jahr 2012 vergleichsweise zu warm. Jedenfalls aus Sicht der Wetterkundler. Aber für die Experten ist mittlerweise fas jedes Jahr zu lau, da sie die Temperaturen mit dem Mittel von 1961 bis 1990 vergleichen. Und in jener Zeit war es deutlich kühler als heute. Verglichen mit den vergangenen zehn Jahren war 2012 also ein ganz normales Wetterjahr. Winter: Der Winter war kurz aber heftig. Zunächst lau gestartet (fast 14°C am 2. Januar!), rauschten die Temperaturen ab dem 27. Januar in den Keller. In der ersten Februarwoche sogar bis auf minus 20°C und weniger. Selbst im Flachland herrschte drei Wochen lang Dauerfrost. Einige Pflänzchen, die im milden Januar schon keck ein paar grüne Blättchen getrieben hatten, gingen jämmerlich ein. Frühling: Für den Frost wurden die Sachsen-Anhalter mit einem fast sommerlichen Frühjahr entschädigt. Der März war so warm wie seit mehr als 70 Jahren nicht. Nur der April gab sich, wie so oft, höchst launisch. Schneegestöber und Minusgrade zum Ostersonntag - über 30°C Hitze am Monatsende. Sommer: Die Urlaubssaison startete enttäuschend. Der Juni war trüb, kalt und verregnet. Der Sommer kam wie voriges Jahr erst spät in Schwung: So war der August - wie schon 2011 - wärmer als der Juli, was nicht allzu häufig vorkommt. Am 19. August wurde es im Flachland 36°C heiß. Am 20. August erreichte die subtropische Luft sogar den 1142 Meter hohen Brocken: 29°C warm wurde es auf dem Harzgipfel. Das ist Rekord. Herbst: Der Oktober bot drei Jahreszeiten in einer Woche. Am 20. und 21. wurden wir mit 25°C verwöhnt. Es herrschte ideales Grillwetter zum Wochenende. In den Tagen danach zog herbsttypisch Nebel auf. Und am Wochenende gaben vier Grad Minus sowie Schnee im Süden des Landes einen ersten Vorgeschmack auf den nahenden Winter. Der Dezember dann brachte Landesweit am 08. und 09. bis zu 25cm Schnee. Der sollte sich aber nicht bis Weihnachten halten, so dass es wieder eine grüne Weihnacht gab.