Chronik Altenbrak Was ändert   sich 2014 Was sich im neuen Jahr alles ändert Neue Regelungen, neue Gesetze Höherer Steuerfreibetrag, mehr Rente und höhere Beitragsbemessungsgrenzen Grundfreibetrag: Arbeitnehmer werden geringfügig entlastet. Der steuerliche Grundfreibetrag steigt für Ledige von 8130 auf 8354 Euro, bei Zusammenveranlagung auf 16708 Euro. Riester-Rente: Die steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge wird verbessert, die Eigenheimrente („Wohn-Riester“) wird flexibler und einfacher. Vom 1. Januar an kann das in einem privaten Riester-Vertrag aufgebaute Altersvorsorgevermögen flexibler für den Aufbau selbst genutzten Wohneigentum eingesetzt werden. Dazu kann in mehr Fällen Angespartes Kapital aus dem Vertrag entnommen werden, ohne die staatliche Förderung zu verlieren. Freibeträge für Rentner: Rentner, die 2014 in den Ruhestand eintreten, errechnet sich der lebenslange Rentenfreibetrag nur noch aus 32 Prozent der Jahresrente. Ob Betroffene tatsächlich der Einkommenssteuer unterliegen, muss individuell ermittelt werden. Faustformel: Wer ab 2014 Rente bezieht und darüber hinaus keine weiteren Einkünfte hat, kann ab einer Monatsrente von 1230 Euro der Steuerpflicht unterliegen. Tabaksteuer: Zum 1. Januar tritt eine weitere Stufe der Tabaksteuer-Erhöhung in Kraft – was Hersteller womöglich an die Verbraucher weiterreichen. Dann würde eine Packung Zigaretten (19 Stück) um 4 bis 8 Cent teurer werden, eine 40-Gramm-Feinschnittpackung um 12 bis 14 Cent. Grunderwerbsteuer: Immobilienkäufer in Berlin, Bremen, Niedersachsen und Schleswig- Holstein müssen ab 1. Januar erneut tiefer in die Tasche greifen. Grund sei die Erhöhung der Grunderwerbsteuer um bis zu 1,5 Prozentpunkte. Reisekostenrecht: Das steuerliche Reisenkostenrecht wird vereinfacht. Die Neuregelungen betreffen Verpflegungsmehraufwendungen, Fahrt- und Übernachtungskosten. Bei beruflicher Auswärtstätigkeit mit einer Abwesenheit von mehr als acht Stunden kann eine Verpflegungspauschale von 12 Euro als Werbekosten abgezogen beziehungsweise steuerfrei durch den Arbeitgeber erstattet werden. Bei mehrtägigen Auswärtstätigkeiten kann für den An- beziehungsweise Abreisetag ohne Prüfung eine Verpflegungspauschale von 12 Euro gewährt werden. Ehrenamt: Bürokratische Hemmnisse bei gemeinnützigen Tätigkeiten werden abgebaut. So wird etwa die Bildung von Rücklagen flexibler. Umsatzsteuer: Die Steuerermäßigung für Kunst- und Sammelgegenstände wird auf das EU- rechtlich zulässige Maß beschränkt. Steuerschlupflöcher: Bestimmte Steuerschlupflöcher werden geschlossen. Mit dem „AIFM- Steuer-Anpassungsgesetz“ im Zuge der Neuordnung der Fondsbranche wird es für international tätige Unternehmen attraktiver, Altersvorsorgevermögen zentral in Deutschland zu verwalten. Als neues Anlagevehikel wird die Investment-Kommanditgesellschaft eingeführt. Steuertricksereien sollen beseitigt werden. Rente: Die etwa 20,5 Millionen Rentner können Mitte des Jahres mit einer Erhöhung ihrer Bezüge um voraussichtlich gut zwei Prozent rechnen. Im Osten dürfte der Aufschlag etwas höher ausfallen als im Westen. Der Durchschnittsrentner kann im Westen mit einem Plus von etwa 24 Euro rechnen, im Osten gibt es rund 30 Euro mehr. Der exakte prozentuale Anpassungssatz wird im März bekannt gegeben, wenn die Daten der Lohnentwicklung vorliegen. Beitragsbemessungsgrenzen: Für Arbeitnehmer, die mehr als 3937,50 Euro brutto im Monat verdienen, steigen die Sozialabgaben. Grund ist die Anpassung der Beitragsgrenzen an gestiegene Einkommen. Bis zu diesen Grenzen – sie sind in der Renten- und Arbeitslosenversicherung höher als in der Kranken- und Pflegeversicherung – müssen Beschäftigte und ihre Arbeitgeber Sozialbeiträge entrichten. Was darüber liegt, ist beitragsfrei. Die große Mehrheit der Arbeitnehmer ist von der Anhebung nicht betroffen. Der Monatsverdienst von Vollzeitbeschäftigten lag 2013 im Schnitt bei knapp 3400 Euro brutto. Die Beitragsgrenze in der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt im Westen um 150 auf 5950 Euro Bruttomonatseinkommen. In Ostdeutschland gibt es eine Erhöhung um 100 auf 5000 Euro. Der Renten-Beitragssatz beträgt bundesweit 18,9 Prozent, der zur Arbeitslosenversicherung drei Prozent vom Bruttoverdienst. Die in der Kranken- und Pflegeversicherung für ganz Deutschland geltende einheitliche Beitragsbemessungsgrenze steigt um 112,50 Euro auf 4050 Euro vom Monatsbrutto. Der GKV- Beitragssatz liegt bei 15,5 Prozent, wovon die Arbeitnehmer 8,2 Prozentpunkte zahlen und die Arbeitgeber 7,3 Punkte. Eine höhere Belastung entsteht also für Arbeitnehmer mit einem Bruttoverdienst von mehr als 3937,50 Euro. Gesundheit: Zum 1. Januar wird Die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) mit dem Lichtbild des Versicherten Pflicht. Die alte Krankenversichertenkarte verliert zum 31. Dezember ihre Gültigkeit. Wer die neue Karte noch nicht hat, wird trotzdem vom Arzt behandelt, muss allerdings innerhalb von zehn Tagen einen gültigen Versicherungsnachweis nachreichen. Anderenfalls kann der Arzt die Leistung privat in Rechnung stellen. SEPA: Im Februar startet das europäische Zahlungssystem Sepa („Single Euro Payments Area“). Für Transaktionen in Euro müssen Bankkunden sich im einheitlichen Zahlungsraum an Kontonummern mit 22 Stellen gewöhnen. Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen werden standardisiert und nach dem gleichen  System abgewickelt - egal, ob sie ins Inland oder über Grenzen gehen. Vom 1. Februar 2014 an müssen Unternehmen, Vereine und die öffentliche Verwaltung das Sepa-System anwenden. Verbraucher können noch bis zum 01. Februar 2016 ihre herkömmliche Kontonummer und Bankleitzahl nutzen. Honorarberatung: Die Honorarberatung für Geldanlagen wird zum 01. August 2014 gestärkt. Ziel ist, dass Verbraucher häufiger auf unabhängige Anlageberater setzen können, die mit Kunden ein Honorar vereinbaren statt Provisionen zu kassieren. Prozesskostenhilfe: Das System der Prozesskostenhilfe wird neu geordnet. Sie ist eine finanzielle Unterstützung für einkommensschwache Menschen, die vor Gericht ziehen. Angesichts gestiegener Ausgaben der Länder ändern sich die Vorgaben für die Bewilligung: Beispielsweise sollen die Gerichte genau klären, ob jemand wirklich Anspruch hat, bevor sie ihm die Leistung zugestehen. Es soll aber sichergestellt werden, dass jeder - unabhängig von Einkommen und Vermögen - vor Gericht ziehen kann. Verwaiste Werke: Bibliotheken und öffentlich rechtliche Rundfunksender dürfen Bücher und Filme ins Internet stellen, wenn die Rechteinhaber nicht mehr zu ermitteln sind. Schätzungen zufolge betrifft die Neuregelung zum Umgang mit „verwaisten Werken“ mehr als eine halbe Million Bücher sowie knapp 50 000 Filme. Eigentlich dürfen urheberrechtlich geschützte Inhalte nur mit Einwilligung der Rechteinhaber genutzt werden - deren Zustimmung kann aber nicht eingeholt werden, wenn sie nicht auffindbar sind. Nun sollen ihre Werke auch ohne Zustimmung online gestellt werden können. Punktereform: Ab 01. Mai 2014 wird in Flensburg neu gerechnet, dann gilt das reformierte Punktesystem für Verkehrsdelikte. Verstöße werden künftig ja nach Schwere mit 1 bis 3 Punkten geahndet, statt wie bisher mit 1 bis 7 Punkten. Dafür ist der Führerschein nach 8 statt 18 Punkten weg. Punkte für einzelne Delikte verjähren künftig für sich - unabhängig von neuen Einträgen. Das dauert zweieinhalb Jahre (Delikte mit einem Punkt) fünf Jahre (2 Punkte) oder zehn Jahre (3 Punkte). Die Möglichkeit zum freiwilligen Punkteabbau bleibt. Personen mit höchstens fünf Punkten können einmal innerhalb von fünf Jahren durch die Teilnahme an einem Fahreignungsseminar einen Punkt loswerden. Bestehende Punkte werden umgerechnet:         1 - 3     =   1 Punkte 4 - 5 = 2 Punkte 6 - 7 = 3 Punkte 8 - 10 = 4 Punkte 11 - 13 = 5 Punkte 14 - 15 = 6 Punkte 16 - 17 = 7 Punkte 18 und mehr    =    8 Punkte Bußgelder: Einige Verstöße kommen Verkehrssünder ab dem 1. Mai teurer zu stehen. So werden Handytelefonate am Steuer, Fahren mit Sommerreifen bei Schnee oder das Missachten der Kindersicherungspflicht mit 60 statt 40 Euro geahndet. Wer sich der Anweisung eines Polizisten widersetzt, zahlt 70 statt 50 Euro. Für all diese Delikte gibt es einen Punkt. Ohne Punkt, aber mit höherem Bußgeld bestraft werden unberechtigtes Befahren einer Umweltzone (80 Euro) sowie Verstöße gegen die Kennzeichen-Vorschriften (65 Euro) oder gegen eine Fahrtenbuchauflage (60 Euro). Ab dem 01. Juli gehört in jedes Auto mindestens eine Warnweste. Sie muss die Europäische Norm ISO 2074 erfüllen und entsprechend gekennzeichnet sein. KFZ - Steuer: Für alle Autos, die 2014 erstmals zugelassen werden gilt eine niedrigere Freigrenze beim CO2 - basierten Anteil der KFZ – Steuer, den es seit 2009 gibt. Der Grenzwert sinkt von 110 auf 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Für jedes Gramm mehr werden 2 Euro berechnet. Der hubraumabhängige Steueranteil bleibt gleich: Je angefangene 100 Kubikzentimeter fallen 2 Euro für Benziner und 9,50 Euro für Diesel an. Die Steuerbefreiung von maximal 150 Euro für Dieselfahrzeuge der Schadstoffklasse Euro 6 entfällt zum 01. Januar 2014. Reifendruckkontrolle: Ab November 2014 müssen alle Neuwagen mit einem automatischen Kontrollsystem für Reifendruck ausgestattet sein. 85% aller Reifenplatzer sind auf schleichenden Druckverlust des Pneus zurückzuführen. Grüner Mittelstreifen: Fernstraßen, die ab 2014 neu angelegt, um- oder ausgebaut werden, bekommen laut dem ACE einen breiten, grün eingefärbten Mittelstreifen zur klaren Trennung der Fahrtrichtungen. Außerdem sollen künftig auf Fernstraßen drei Fahrstreifen die Regel sein, wobei die mittlere Spur abwechselnd mal in der einen, mal in der anderen Fahrtrichtung als Überholstreifen zur Verfügung steht. Ab Neujahr müssen in der Schweiz alle Fahrzeuge tagsüber mit Licht fahren. Von der Lichtpflicht ausgenommen sind Fahrzeuge die vor 1970 erstmals zugelassen wurden