Chronik Altenbrak Wetter 2013 Böden so nass wie nie Von Jens Schmidt as Wetterjahr 2013 begann extrem. Der Winter war so grau und lang wie seit Jahren nicht   mehr. Die Kinder bauten selbst im Flachland Osterhasen aus Schnee. Dank eines starken Sommers war das Jahr insgesamt aber normal. Winter: Januar und Februar gehen als die trübsten Monate in die Bücher der Wetterkundler ein. Im Januar schien die Sonne an 22 Tagen nicht ein einziges Stündchen; im Februar war es fast drei Wochen lang grau. Das schlug aufs Gemüt. Im März kam die Sonne zwar zurück, doch der Winter erst so richtig in Schwung. Vom 11. März bis zum 7. April lag in der Region Magdeburg durchweg Schnee. Am 21. März stand „Frühlingsbeginn“ im Kalender, doch vom Harz bis in die Altmark war alles weiß: Selbst im Flachland lag eine 14 Zentimeter dicke Schneedecke. Wenige Tage später rutschte das Quecksilber auf frostige minus 11 Grad. Am Ostersonntag standen Schnee-Osterhasen in vielen Gärten. So wie in Sachsen-Anhalt sah es in ganz Deutschland aus: Es war der kälteste März seit 1987. Frühling: Der Wonnemonat Mai ersoff im Dauerregen. Auf nahezu der Hälfte aller Äcker und Wiesen in Deutschland registrierten die Fachleute eine noch nicht dagewesene Bodenfeuchte. In Sachsen-Anhalt regnete es dreimal mehr als üblich. Noch heftiger erwischte es Sachsen, Thüringen und Süd-Bayern. Der Erdboden konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. In Saale und Elbe rollten die Fluten Anfang Juni bis nach Sachsen-Anhalt. Sommer: Der erste Sommermonat zeigte ein bizarres Bild: Während unten Dörfer in den Fluten untergingen und Tausende Helfer unermüdlich Deiche sicherten, riss oben die graue Decke auf, und die Sonne schien nun fast täglich vom blauen Himmel. Selbst ein verregneter Siebenschläfer (am 27. Juni) konnte den starken Sommer nicht vertreiben. Auch der Juli und der August entschädigten für den schlechten Wetterstart. Es war sonnig, angenehm warm, fast nie drückend, nur selten zog ein Gewitter herein. Im Juli überfüllte die Sonne sogar ihr Soll mit 140 Prozent. Anfang August erreichte der Sommer mit 36 Grad sein Wärme-Hoch. Juli und August gehören zu den wärmsten Sommermonaten der vergangenen zehn Jahre. Herbst: Zunächst sah es nach einem schönen Spätsommer aus, doch schon Ende September fielen die Temperaturen in den Keller. Bereits am 2. Oktober kroch Frost am Boden entlang und machte den Dahlien den Garaus. Doch es blieb bei einer frühwinterlichen Episode. Wenige Tage später kletterten die Temperaturen bis auf 22 Grad. Dazu fiel ein milder Regen. Bestes Pilzwetter also. So blieb es bis Anfang November. Anfang Dezember rauschte Orkan Xaver übers Land, doch zu den befürchteten Schneestürmen kam es nicht. Das Jahr verabschiedete sich mild und sanft. Weihnachten blieb grün. Der Winter war noch nicht in Sicht.