Chronik Altenbrak 31.12.2014 Agentur sieht Lage am Arbeitsmarkt besser als vor einem Jahr Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist zwar innerhalb eines Jahres rückläufig, aber im Dezember mit leichtem Anstieg Von Ingmar Mehlhose Halberstadt ●・ Die Lage am Arbeitsmarkt war zuletzt insgesamt besser als vor einem Jahr. Zu diesem Fazit gelangte gestern Heike Schittko bei der Präsentation der statistischen Daten für Dezember. Saisontypisch sei zuletzt ein Anstieg der Erwerbslosigkeit registriert worden. Die Vorsitzende der Geschäftsführung: „Aufgrund des Winterbeginns und des Jahresendes kam dies für uns nicht unerwartet.“ Erfahrungsgemäß würden im Weihnachtsmonat eher Beschäftigte entlassen als Neueinstellungen vorgenommen. Speziell in den witterungsabhängigen Branchen hätten einige Unternehmen derzeit Winterpause. Dabei seien Männer stärker betroffen als Frauen. Dennoch sei der Arbeitsmarkt weitgehend stabil geblieben. Es habe kaum Veränderungen gegeben. Somit bestehe kein Grund zur Sorge. Für die Kommunale Beschäftigungsagentur übermittelte Sprecherin Mandy Bantle die jüngsten Daten. Demnach seien durch den Eigen- betrieb im Dezember 22 577 Personen in 13 470 Bedarfsgemeinschaften betreut worden. Das entspreche einer Senkung um 5,1 % innerhalb eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat habe sich die Zahl der Bedarfsgemeinschaften um 107 erhöht. Der Anteil der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sei gegenüber dem Vormonat ebenfalls rückläufig (minus 6,3 Prozent). Mandy Bantle: „Zählte die Gruppe Anfang des Jahres 2012 noch 20 335 Personen, so liegt der aktuelle Bestand bei 16 985.“ Auch bei den Langzeitleistungsbeziehern unter diesen Kunden sei im Vergleich zu Dezember 2013 ein Minus zu verzeichnen (minus 6,9 Prozent). Bei den Aufstockern zeige sich schließlich nach Angaben der Sprecherin ebenso ein stabiler Rückgang. Arbeitslosenquote im Land wieder über zehn Prozent Fast 120 000 Sachsen-Anhalter ohne Job / Anteil der Langzeiterwerbslosen gestiegen Halle (dpa) Die Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt stieg im Dezember 2014 saisonbedingt an. Die Arbeitslosenquote kletterte mit 10,2 Prozent wieder über die Zehn-Prozent-Marke, im Oktober und November hatte sie mit 9,8 Prozent erstmals darunter gelegen. Im Dezember 2014 waren 119 109 Menschen ohne Job, 4495 mehr als im Vormonat und 7340 weniger als im Dezember 2013. „Die positive Arbeitsmarktbilanz des vergangenen Jahres verrät nicht, dass trotz guter wirtschaftlicher Entwicklung die Löhne zu gering waren. In unserem Bundesland haben etwa 285 000 Frauen und Männer für Bruttostundenlöhne unter 8,50 Euro gearbeitet“, sagte der Landeschef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Udo Gebhardt. Diesen 34 Prozent der Beschäftigten werde der gesetzliche Mindestlohn helfen. Der Anteil der Menschen, die ein Jahr und länger ohne Job waren, lag im Dezember bei 38,2 Prozent. Ein Jahr davor hatte er 36,1 Prozent betragen.