Chronik Altenbrak 31.12.2014 Das wärmste Jahr Milder Winter, schwüler Juli und ein sturmfreier Herbst Magdeburg:  Der Sommer war nicht umwerfend – dennoch wird das Jahr 2014 als das wärmste in die Bücher der Wetterkundler eingehen. Mit einem Jahresmittel von 11,2 Grad (Station Magdeburg) wurde der Rekord von 2007 überboten. Damals lag das Mittel bei 11,0 Grad. Wärmer war es im Laufe der mehr als 100- jährigen Aufzeichnungsgeschichte nicht gewesen. Das langjährige Mittel (von 1961 bis 1990) liegt bei 8,8 Grad. Seit gut 25 Jahren geht die Kurve merklich nach oben. Stärkere Ausreißer nach unten gab es nur 2010 und 1996. Ansonsten ist fast jedes Jahr wärmer als normal gewesen. Und seit 2006 gibt es einen weiteren Schub. Während es früher nur höchst selten zweistellige Jahresmitteltemparaturen gab, ist das seitdem fast jährlich der Fall. 2014 begann mit einem sehr zahmen Winter. Lediglich Ende Januar wurde es mal richtig frostig. Schnee war Mangelware. Äußerst mild ging es im Frühling weiter. Die Bauern säten früher als üblich. Spätfröste blieben aus. Die Eisheiligen im Mai ließen sich ebenfalls nicht blicken. März und April waren jeweils etwa vier Grad wärmer als üblich. „Das ist sehr viel“, sagt Mario Brych vom DWD in Magdeburg. Daher hingen die Obstbäume im Sommer auch brechend voll. Anfang Juni erlebte Sachsen- Anhalt heiße Pfingsten mit mehr als 30 Grad. Der Juli überzog dann das Land mit tropischer Schwüle. Sonne und warmer Regen wechselten sich ab. Im Süden Sachsen-Anhalts wurden Juli-Regenrekorde gemessen. Lediglich der August war ein Ausfall. Am 4. August regnete es in der Börde an einem Tag so viel wie sonst in zwei Wochen. Außerdem war der August zu kühl. Das änderte sich im Herbst. Vor allem Oktober und November waren äußerst goldig. Am 1. November verwöhnte die Sonne das Land mit fast 20 Grad. Eine starke Hochdruckwetterlage blockte wochenlang die Tiefs. Daher gab es keine Herbststürme – und das Laub blieb ungewöhnlich lange bis weit in den November hinein an den Bäumen.