Chronik Altenbrak 31.12.2015 Saisonal üblicher Anstieg der Arbeitslosenzahl zum Jahresende Quote bleibt dennoch unter acht Prozent / Agentur sieht Markt auch im Dezember stabil und ruhig / Kräft enachfrage weiter konstant hoch Von Ingmar Mehlhose Halberstadt „Die aktuellen Dezemberdatenfür den Landkreis Harz zeigten überwiegend eine saisontypische Entwicklung zum Jahreswechsel.“ Dieses Fazit zog am Dienstag Heike Schittko bei der Vorstellung der neuesten Statistik. Dies sei nicht unerwartet. Generell herrsche auf dem Arbeitsmarkt um die Weihnachtszeit eher eine Flaute, so Halberstadts Agenturchefin. Es gebe in dieser Zeit weniger Einstellungen sowie etliche auslaufende Befristungen und Entlassungen in den Außenberufen. Letztere seien zuletzt jedoch wegen der bislang milden Witterung zahlenmäßig deutlich geringer als üblich ausgefallen. Insgesamt hätten all diese Faktoren zu einem Anstieg der Quote geführt. Diese liege aber dennoch unter acht Prozent. Heike Schittko: „Ungewöhnlich und zugleich erfreulich war die konstant gebliebene hohe Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften.“ So seien im Dezember 393 Stellen neu gemeldet worden – neun weniger als im November und 46 mehr als vor einem Jahr. 2015 seien insgesamt 5152 Zugänge zu verzeichnen gewesen. Unverändert zeige sich der Markt im Harzkreis ruhig und stabil, bilanzierte die Vorsitzende der Geschäftsführung weiter. Aber: „Der bisherige Abbau der Arbeitslosigkeit ist dabei auch in einem nicht unerheblichen Maß auf Altersabgänge in Rente und fehlenden Nachwuchs zurückzuführen.“ Die Eckdaten der Kommunalen Beschäftigungsagentur (KoBa) wurden durch deren Pressestelle übermittelt. Demnach seien im Dezember 20 787 Frauen und Männer in 12 299 Bedarfsgemeinschaften betreut worden und damit 1686 Personen und 1068 Bedarfsgemeinschaften weniger als vor zwölf Monaten. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten habe zuletzt bei 15 580 Kunden gelegen. Im Dezember 2014 seien es noch 16 857 gewesen. Innerhalb dieser Gruppe habe es aktuell 12 172 Langzeitleistungsbezieher gegeben (75,7 Prozent aller Anspruchsberechtigten). Sie seien in den letzten zwei Jahren mindestens 21 Monate lang auf Grundleistungen angewiesen gewesen. Im Berichtsmonat hätten zudem 4873 Personen zusätzlich zu ihrem Einkommen oder zusätzlich zum Arbeitslosengeld I aufstockende Leistungen benötigt. Diese gliederten sich in 4400 abhängig Beschäftigte (Vorjahr 5276), 119 selbständig Tätige (139) und 354 Aufstocker zum Arbeitslosengeld I (312).