Chronik Altenbrak 02.09.2018 Ein jodelnder Japaner und erstmals Publikumsjuroren in Altenbrak 66. Harzer Jodlerwettstreit wird Treff der besten Jodlerkünstler, bezieht die Zuhörer stärker ein und bietet Top-Unterhaltung auf der Waldbühne Die Urkunden über die Erfolge der Altenbraker Jodelkünstler beim Gesamtharzer Wettstreit in Clausthal - Zellerfeld sind verstaut, nun geht die Trachtengruppe Altenbrak mit Volldampf in die Vorbereitung des eigenen Wettstreits aller Harzer Jodler. Am Sonntag, 2. September, lassen zahlreiche Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten Gebirge zum 66. Mal fröhliche Jodler, besinnliche oder beschwingte Lieder erklingen. Teilnehmermeldungen gibt es bereits aus St. Andreasberg, Seesen, Ildehausen, Clausthal-Zellerfeld, Sülzhayn, Heringen, Wienrode, Wernigerode, Nordhausen, Elbingerode, Hettstedt und anderen Orten. Das Programmheft wurde von der gastgebenden Trachtengruppe um Vereinschef Ernst Jirka vorgelegt und in wenigen Punkten aktualisiert. Neu aufgenommen und ab sofort gültig ist darin, dass vom Veranstalter zusätzlich zu den Preisrichtern der Fachjury auch maximal zwei Publikumsjuroren eingesetzt werden. Sie sollen damit in diesem Jahr erstmals sichern, dass neben der streng fachlichen Wertung der Experten aus nah und fern auch die Meinung des Publikums vor Ort zu dem jeweils auftretenden Jodler, der Jodlerin oder der Jodlergruppe mit in die Wertung eingeht. Die quasi Publikumswertung zählt mit, wobei wie bisher von den Wertungen dann die höchste und die niedrigste Zahl gestrichen wird, wie die Trachtengruppe ankündigte. Alle anderen Änderungen gelten erst ab dem 67. Wettstreit in Altenbrak, also ab Spätsommer 2019. Sie betreffen vor allem das Prozedere bei der Behandlung der Vorjahressieger in der Meisterklasse. Diese sind dann nicht mehr automatisch für die Teilnahme beim nächsten Wettstreit gesetzt, sondern müssen sich jedes Mal neu qualifizieren. Die Besten der Erwachsenenklasse, die über 28,5 Punkte erjodeln, sollen dann auch am gleichen Tag – und nicht erst später – in die Meisterklasse aufsteigen. Gleich bleibt künftig auch die Mischung von Jodlerwettstreit und Unterhaltung. Dafür gibt es die feierliche Eröffnung und zwischen-durch herzerfrischende, mitunter auch zum Mitmachen anregende Darbietungen. Stargäste für das Rahmenprogramm sind dabei in diesem Jahr die neue Kultgruppe der deutschen Volks-musik „Die Schäfer“. Erwartet wird am 2. September außerdem Takeo Ischi, der jodelnde Japaner, der schon 2012 das Publikum in Altenbrak überrascht hat und für seine – süddeutsch geprägte – Jodelkunst gefeiert wurde. Gestartet ist Takeo Ischi hier 2012 beim Harzer Jodlerwettstreit in Altenbrak außerhalb der Wertung, wie die leeren Juryplätze zeigen. Doch das Publikum feierte ihn. Nun singt er erneut.       Archivfoto: B. Falkner